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sightwalk-Städte werden abgeschaltet
Köln, 14.07.2011
Nach über zwei Jahren online werden wir in Kürze die sieben in sightwalk abgebildeten deutschen Städte abschalten.
Die Webseite selber bleibt als Plattform für unserer zahlreichen Kundenprojekte (u.a. WDR, Einkaufszentren, Golfplätze, etc.) bestehen und wird diesbezüglich immer wieder erweitert.
Als wir Anfang 2008 als kleines Kölner Startup mit der Umsetzung von sightwalk begannen, hatten wir vor allem eines im Sinn: Einen mit nützlichen Informationen angereicherten, leicht bedienbaren Online-Service aufzubauen, der Benutzern ein virtuelles Erleben von Städten ermöglicht. Dazu entwickelten wir selbst Technologien, die das Erfassen und interaktive Darstellen ganzer Städte zu sehr geringen Kosten ermöglichten - bei gleichzeitig beeindruckender visueller Qualität.
Die durch Politik und Medien erzeugte Datenschutz-Hysterie verhinderte aber leider nachfolgend einen sinnvollen Betrieb. In einem Klima der Angst vor neuen Technologien lässt sich trotz aller eigenen Maßnahmen und guter Argumente kein notwendiges Geld verdienen. Selbst offensichtliche Nutznießer aus Branchenbüchern, Tourismus, Marketing und Handel sahen plötzlich Horden von Einbrechern über deutsche Städte hereinbrechen.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Eine sinnvolle Debatte zum Datenschutz muss sein. Die Komplexitäten des Internets an frei zugänglichen Hausfassaden festzumachen, ist aber in der gezeigten Form abstrus. Es hilft daher nicht, politisch Technologie-Fördermittel zu verteilen, wenn man gleichzeitig mit sensationsgierigen Medien populistisch paktiert. (Amerikanische) Konzerne lassen sich von alldem natürlich nur wenig beeindrucken. Aus Sicht eines kleinen Startups (in Besitz der Gründer) muss man sich aber irgendwann die Frage stellen, ob man nicht besser ins Ausland umzieht oder Grundlegendes ändert.
In Zeiten einer globalen Wissensgesellschaft kann die Sichtweise, stets nur Probleme statt Chancen zu sehen, auch den stolzesten Exportweltmeister irgendwann vor reale Probleme stellen.
Das ist sehr kurz gedacht.
Wir verlagern daher unseren Fokus auf den Ausbau spannender 360°-Projekte. Seien es virtuelle, interaktive Rundgänge durch Gebäude und Landschaften oder der Transfer der gesamten 360°-Technologie in andere Länder. Es gibt schließlich zu viele spannende Nutzungsmöglichkeiten!
Ein dickes Dankeschön an alle Benutzer und Unterstützer von sightwalk! Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte!
Henrik Wild (Geschäftsführer panogate GmbH)
Der Pressetext als PDF
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